Destiny: The Taken King im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Destiny: The Taken King im Test.

Destiny ist vieles, jedoch vor allem eins. Umstritten! Nun kommt das erste große Addon und soll Destiny endlich zu dem Spiel machen, das Bungie von Anfang an gestalten wollte. Geht der Plan auf?

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Der König der besessenen
Destiny führt euch auf Abenteuer durch unser eigenes Sonnensystem. Dank des goldenen Zeitalters konnten Menschen das gesamte Sonnensystem besiedeln und nutzten die Planeten um Außenposten für die Menschheit zu bauen. Jedoch blieb man dabei nicht unentdeckt. Der Reisende fand seinen Weg auf die Erde und wurde von der Dunkelheit verfolgt – der Schaar. Während wir im ursprünglichen Destiny einen Offizier nach dem anderen erledigten und schlussendlich Crota, einen sehr ranghohen Schaar, kommt im aktuellsten Addon „The Taken King“ Oryx, um seinen Sohn zu rechen. Mit dabei hat er ein besessenes Schwer. Es ermöglicht Oryx andere Wesen zu übernehmen, sofern diese selbst nicht zu mächtig sind. Und so schafft er eine Armee aus besessenen und verändert im gesamten Sonnensystem die Raumzeit. Höchste Zeit für uns als Hüter Oryx auf seinen Grabschiff, dass sich in den Ringen des Saturns befindet, einen Besuch abzustatten und dem Spuk ein Ende zu bereiten.

Ist die Story nun besser?
Bungie hat sich mühe gemacht und wirklich versucht die Storyfetzen des Ursprungs ein wenig in Reihenfolge zu bringen. Wer möchte kann auf dem Grabschiff jede Menge untersuchen und Scannen und erfährt so noch mehr Hintergrundinformationen. Jedoch entwickelt sich die Story absolut in Richtung der Schaar und lässt immernoch viele Fragen des ursprünglichen Ablegers offen. Wer war beispielsweise die Fremde? Wer ist denn nun der Reisende? Wir erfahren nur viel über die Dunkelheit und lernen dessen höchsten Anführer Oryx persönlich kennen.

Schön ist, dass NPC´s in Turm endlich ein Gesicht erhalten. Bungie hat fast alle System in Destiny komplett überarbeitet. Darunter auch das Communikationssystem. Ab sofort steht oben in der Ecke der Name des NPC´s, der grade Spricht. Diese führen Dialoge und man lernt ihre Interessen besser kennen. Sehr cool!

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Geschichte nach 3-4 Stunden durch, dennoch massig zu tun
Enttäuschen könnte viele, dass die Hauptstory bereits nach 3-4 Stunden durchgespielt ist. Und tatsächlich war ich dann auch erstmal wieder ziemlich sauer, denn 3-4 Stunden für 40€? Tatsächlich ist die Hauptstory aber nur ein ganz kleiner Teil vom Spiel. Bungie hat ein neues Suchesystem eingeführt, dass für die eigentliche Langzeitunterhaltung sorgt. Für das Suchesystem bekommt ihr nochmals dutzende an neuen Missionen. Außerdem wurde das Grabschiff deutlich abwechslungsreicher gestaltet. Dort können wir nun viele Geheimnisse entdecken, Weltbosse beschwören und Objekte sammeln.

Neues Strike System
Auch bei den Strikes wurde mehr Abwechslung hereingebracht. Die komplette Strike Playlist wurde überarbeitet und alle Strikes wurden flexibler gestaltet. Ab sofort kommen nämlich nicht immer die selben zwischen Bosse und Gegner. Diese variieren und fordern und immer wieder dazu auf verschiedene Taktiken einzusätzen. Hinzu kommt, dass es 4 komplett neue Strikes gibt. Auf Xbox One glaube sogar noch mehr, da die exklusiven PS4 Strikes dort nachgereicht wurden. Dafür fehlen einige neue PS4 exklusive auf der Xbox One.

Neuer Fokus und neues Level
Aber alleine schon das Leveln des neuen Fokus (Skillbaum) erfordert einiges an Zeit. Jede Klasse hat hier einen eigenen neuen Fokus erhalten und muss diesen erst mit einer Questreihe freischalten. Der Titan bekommt einen Flammenhammer, mit dem er kräftig Schaden auf Entfernung austeilen kann. Der Warlock kann einen Sturm herbeibeschwören und teilt in seiner Umgebung unglaublich hohen Schaden aus. Und der Jäger hat endlich einen Support Skill erhalten und gehört in Gruppen und Raids ab sofort zu den gefragtesten Klassen.

Auch das Levelsystem wurde komplett geändert. Man levelt jetzt bis Stufe 40. Abgegrenzt davon funktioniert nun das Lichtlevel, das eure Verteidigung und Angriffskraft berechnet. Das Lichtlevel berechnet sich aus dem durchschnittlichen Def und ATK Wert eurer Ausrüstung und kann aktuell bis 310 aufgestuft werden.

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Flexible Items aber nur in Jahr 2
Dabei wurde ein flexibles Itemsystem geschaffen. Zunächst wurde dafür gesorgt, dass die Bank nun deutlich größer ist. Ihr könnt deutlich mehr Waffen und Items lagern! Exotische Items, Shader und Embleme können zerstört und jederzeit wieder gekauft werden. Exotische Items benötigen allerdings ein exotisches Bruchstück, dass ihr bei der Zerstörung zuvor auch herausbekommen haben solltet.

Die Ausrüstung, die ihr in Destiny Jahr 2 erhaltet, könnt ihr komplett varieren, da ihr Items, die euch besonders gut gefallen jederzeit mitziehen können. Im Perk Baum befindet sich nun nämlich ein Punkt namens „infundieren“. Dabei könnt ihr Items die Stärker sind und den gleich Slot belegen, in ein anderes infundieren, worauf sich dessen Angriffswert erhöht. Wie hoch, das hängt von dem Item ab, das infundiert wird. In der Praxis spielt ihr Strikes und Raids, sammelt stärkere Items und infundiert diese in eure Liebslingsitems oder tauscht diese einfach aus. Bis 310 zu kommen ist so deutlich anspruchsvoller, aber eben auch nicht unbedingt notwendig um in den hohen Raids mitgehen zu können.

Fazit: Destiny The Taken King hat vieles geändert. Es macht vieles besser. Dennoch sind 40€ ein knackier Preis für ein Addon, dass unterm Strich nur ein neues Gebiet, ein neues Raid, 4 neue Strike, neue PVP Modi und neue PVP Maps mit sich bringt. Dennoch hat sich Bungie tatsächlich viele gedanken gemacht und analysiert, wie man Destiny so gestalten kann, dass es deutlich länger unterhält. Destiny the Taken King hat das Potential euch über hunderte Stunden zu unterhalten, da die Systeme nun deutlich flexibler sind und ihr immer wieder mit Überraschungen konfrontiert werdet.

Wer Destiny noch nicht völlig abgeschrieben hat und ein wunderbares MMO im Shootergewand sucht, der sollte The Taken King unbedingt eine Chance geben.

Kaufempfehlung: Ja!

5 thoughts on “Destiny: The Taken King im Test

  1. SpartanN7 Reply

    Neueinsteiger erhalten für knapp 60 Euro einen ausgezeichneten MMO-Shooter (da konkurrenzlos) welchen man aber auch als Singleplayer ziemlich gut spielen kann. Bestehende User zahlen wie üblich drauf – allerdings bin ich so in Destinys-Bann gezogen, dass ich hier „leider“ das Upgrade kaufen musste.
    Als Singleplayer kommt man nicht so schnell so weit – was allerdings die Motiviation und die Spielerfahrung länger hinauszögert. Wie Avanar erwähnte, gibt es zahlreiche Verbesserungen – das hat Bungie echt gut gemacht. Auch freue ich mich schon auf die neue virutelle (!!) Waffen-Lieferung, welche jeden Mittwoch kommt (man kann eine Bestellung aufgeben).

    Neueinsteigern kann ich Destiny absolut empfehlen – wenn man ein Shooter-Fan ist und gerne mal einen Shooter mit RPG-Elementen spielen möchte.

  2. -SIC- Reply

    Ich muss ja zugeben, Firmen- und Preispolitik hin oder her für mich ist Destiny im Augenblick gar nicht mal so uninteressant. Mein Problem ist aber, dass ich momentan keine 60€ übrig hab und irgendwie für ein „älteres“ Spiel auch keine 60€ ausgeben will. Außerdem kommen jetzt soviele andere Games, die mich interessieren und ich bin grad wieder voll in TESO drin. Jedoch sollte ich vielleicht auch nicht zu lange warten.

    • SpartanN7

      Dass du knapp bei Kasse bist, tut mir leid. Destiny kann man allerdings kaum als ein „älteres“ Spiel bezeichnen – es wirkt top-akutell und lebt als MMO von den DLC-Verkäufen (dafür zum Glück keine Abo-Gebühr). Ich könnte dir unser Basis-Destiny für 10 Euro verkaufen 🙂

      TESO hat mir am Anfang gut gefallen – aber nach einer Zeit wurde es mir dann zu langweilig – auch ist es (absichtlich) extrem langatmig aufgebaut. Einerseits hat mir die ersten 100 Stunden TESO sehr gefallen – andererseits ist es etwas schade wegen dem Geld. Andererseits zahlt man den Preis auch für Spiele, welche nach 8-12 Stunden zu ende sind …

      Eines ist allerdings klar – wir Xbox-Gamer haben in nächster Zeit extrem viel zu zocken 😉

    • -SIC-

      Deswegen hab ich älteres in Anführungszeichen gesetzt, wobei das Spiel ja jetzt auch schon seit über einem Jahr draußen ist.

      TESO habe ich eine ganze Weile nicht mehr gespielt. Es konnte mich einfach nicht genug fesseln um es auf anhieb durch zu spielen (Hauptquest!) noch dazu ist es wie du schon gesagt hast recht langatmig. Trotzdem hab ich grad wieder sehr viel Spaß dran und ist sein Geld auf jeden Fall wert, wie ich finde.

    • Forthencho

      TESO ist kein Spielen, TESO ist Arbeit. ^^

      Ich bin jetzt seit 3 1/2 Monaten durchgehend am TESO spielen und habe trotzdem noch nicht alle Gebiete fertig (13/15 PVE-Gebiete bisher). Leider hat der Patch momentan wesentlich mehr für mich versaut als verbessert, weshalb ich auch noch hoffe, dass da nachgepatcht wird.

      Trotzdem kann ich dir vom Kauf von Destiny nur abraten, SiC. Aber meine Meinung dazu kennt man ja vielleicht hier ausm Forum… :mrgreen:

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