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Dido Elizabeth Belle Filmkritik

Autor des Artikels: Steven Wilcken Steven Wilcken

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Wer heute nach Film-Perlen sucht muss auch etwas tiefer Graben. Genau so verhält es sich mit dem aktuellen Drama „Dido Elizabeth Belle“. Wer sich von der Thematik abschrecken lässt, verpasst unter Umständen einen richtig guten Film mit sehr guter Besetzung. Ich erkläre euch warum mir das Drama so gut gefallen hat.

Eine schwarze mit Vorzügen
Dido Elizabeth Belle ist ein Mischtblut. Ihre Mutter eine schwarze, ihr Vater jedoch ein Admiral der königlichen Marine. Aufgrund eines gefährlichen Auftrages soll Dido Elizabeth Belle aber geschützt bei der Familie in England aufwachsen. Doch dort gibt es ettliche Probleme. Schwarze sind an für sich Sklaven und haben keine Rechte im alten England. Kann eine angesehene Familie sich erlauben einem schwarzen Mädchen, entgegen aller teugenden, ein Obdach fern von Sklavenarbeit zu gewähren?

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Fantastisches Drehbuch
Brilliant schafft es der Regisseur und sein Team diese tragische Thematik in eine Abfolge zu bringen und das Leben und die Schwierigkeiten, der Dido Elizabeth Bell über den ersten großen Teil des Films, zu thematisieren. Schnell wächst einen das Mädchen ans Herz und man fiebert man was wohl als nächstes passiert.

Der Kampf um das Menschenrecht
Erst langsam, dann immer schneller baut der Film seinen richtigen Plott auf. Denn Dido lernt mit ihren Lebensjahren immer mehr Menschen kennen. Einige weniger wohlwollend, andere Menschenrechtler. Klar dass sie irgendwann mit der Thematik der Sklaverei Bekanntschaft macht, obwohl ihr Ziehvater, der oberster Richter am Gerichtshof in England ist, sie versucht davor zu verschonen. So trifft sie auf den Sohn eines Vikars, ein Mann der für Menschenrechte kämpft und Gleichberechtigung für alle fordert. Doch die Lobbys mit der sich Didos Vater herumschlagen muss ist mächtig. Wird am Ende recht gesprochen oder siegt der Kapitalismus?

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Sehr modernes Thema
Interessanterweise lässt sich dieser Film auch auf die Moderne übertragen. Vielleicht fand ich den Film schon deshalb so spannend. Denn auch heute noch kämpfen etliche darum Gehör zu finden und von der Marktwirtschaft nicht überrannt zu werden. Selbst in unserem eigenen Land wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer und die Probleme die damit wachsen ebenfalls.

Drama, Liebe und wundervolle Bilder
Neben einer Geschichtsleerstunde, weiß der Film aber auch eine herzberührende Geschichte um Liebe, Familie, treue und Nächstenliebe zu erzählen. Gekonnt wird ein komplexes und schwieriges Thema in einen wundervollen Film mit viel Geschichte kombiniert. All das wird mit wundervoller Fotografie unterstrichen. Eine bombastische Szene Jagd die nächste. Dies liegt auch an dem grandiosen Kostümdesign und den gut gewählten Drohorten.

Fazit: Dido Elizabeth Belle dürfte den wenigsten bisher ins Auge gefallen sein. Wer sich ein wenig für Filme mit viel Geschichtlichen Hintergrund und tollen Schauspielern erwärmen kann und wem der Trailer zum Film gefällt, der sollte sich den Film unbedingt anschauen.