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Hatred Entwickler sind keine Neo-Nazis

Autor des Artikels: Steven Wilcken

image6-e1413534446853[1]Hatred gehört aktuell zu den umstrittensten Spielen die es gibt. Ist es moralisch noch vertretbar ein Spiel über einen Massenmörder und Amokläufer zu machen und Krankhaft zu simulieren, was in einem solchen Menschen vorgeht? Viele finden hier die Grenzen des guten Geschmacks überschritten.

Dennoch – in der kreativen Branche darf man prinzipiell Darstellen was man möchte. Im Kapitalismus zählt am Ende das Ergebnis, nicht die Moral und die Frage nach richtig oder falsch.

Bei all der Aufregung um die Kunst des jungen Entwickler-Studios hinter Hatred, kamen auch diverse Neo-Nazi-Gerüchte auf. Tatsächlich soll daran aber nichts sein. In einem sehr langen Post äußerte sich der Studio-Leite, sowie viele Mitarbeiter über die Vorwürfe und stritten diese komplett ab.

Hintergrund war, dass CEO Jaroslaw Zielinski eine Neo-Nazi-Fanpage, die sogenannte Polska Liga Obrony, auf Facebook geliked habe. Dies hatte er aber vor allem wegen der Nachrichten getan. Ihm war weder bekannt, dass es sich bei der Seite um ein Neo-Nazi-Regime handle, noch wollte er damit irgendetwas unterstützen. Viel mehr ging es ihm um die Nachrichten dort, da dort viele Nachrichten kämen, die man anderswo nicht zu lesen bekäme.

Ferner hätte man kaum Zeit Zeitung zu lesen, TV zu sehen oder andere Quellen zu bedienen. Facebook sei praktisch und die Nachrichten erscheinen direkt auf der persönlichen Wand.

Unterstrichen hat man diese Aussagen durch überzeugende Argumente. So gab man zu verstehen, dass in Polen zahlreiche Leute unter den Nazi-Regime gelitten hatten. Viel zu viele Menschen ums Leben kamen und nachweislich viele Vorfahren der Zielinski Familie im Krieg gegen die Nazis gekämpft hätten.

Am Ende dürften grade diese Vorwürfe die beste PR sein, die es für solch ein Spiel gibt.