The Elder Scrolls Online Morrowind im Test.

The Elder Scrolls Online Morrowind im Test.

Wir haben die letzten Tage damit verbracht Tief in die Welt von Morrowind abzutauchen. Denn The Elder Scrolls Online wurde mit dem bestens bekannten Ort der Hauptserie nun ebenfalls bereichert. Nur sind wir in The Elder Scrolls Online einige hundert Jahre vor der Handlung des 2002 erschienen Haupttitels der Elder Scrolls Reihe unterwegs. Rechtfertigt das Comeback von Morrowind eine größere Investion und die viele Zeit die man als Spieler in dieses MMO steckt? Wir klären das im Test!

Ach – Heimisch!
Zunächst sei erklärt, vor dem Erscheinen von Morrowind wurde eine längere Pause bei The Elder Scrolls Online eingelegt. Als PVE begeisterter Schlachtzug Liebhaber hatte The Elder Scrolls Online mich nur kurze Zeit unterhalten können. Zwar habe ich auch das Leveln, erkunden und teils auch das PVP genossen, aber der lange Endgame-Spaß mit schwierigen High-End-Content war einfach nicht in dem Maße gegeben, wie ich es mir erhofft hatte.

Mit The Elder Scrolls Online Morrowind gibt es in dieser Kategorie erstmals Nachschub, allerdings ist da auch sehr viel mehr. Denn erstmals in der Geschichte des MMO’s erscheint eine wirklich große Erweiterung, die bei entsprechenden Interesse wieder tiefe Verzweigungen bietet. Morrowind führt uns nämlich an einem roten Faden durch die Geschichte der Insel. Immer wieder mit dabei kleine Easter Egg’s die an frühere Erlebnisse erinnern, sofern man das „original“ damals gespielt hat.

Alles wie immer
Schnell ist man daher wieder in der üblichen Quest-Löse-Mechanik drinne, die in The Elder Scrolls Online schon immer einen großen Teil ausmacht. Jup – ihr müsst gerne Geschichten erleben wollen, viel erkunden und euch an Kleinigkeiten erfreuen. Dann macht auch The Elder Scrolls Online Morrowind wieder viel Spaß.

Schlechter sieht es wieder bei dem wirklich Endgame-Content aus. Denn wieder einmal ist nur eine neue Prüfung dabei, wobei sich dort noch herausstellen muss, wie lange diese unterhalten kann.

PVP Arenen
Auch im PVP hat sich nicht so viel getan, nur dass Spieler nun optional auch in begrenzte Schlachten eintreten können, was vergleichbar mit kleinen Arenen ist. Hier werden drei Teams aus je vier Spielern auf eine entsprechend kleine Map gesetzt und müsst dann in Deathmatch oder Capture the Flag die jeweils anderen Teams ausknocken. Interessant ist, dass die Verlierer Teams irgendwann auch dazu gezwungen sein können, zusammen zu arbeiten und so kann das Gewinner Team letztlich noch richtig Probleme bekommen.

Neue Klasse
Und natürlich! Wie es sich für ein großes Addon gehört gibt es natürlich auch eine neue Klasse. Aber auch hier zeigt man wenig Innovation, sondern schaut welche Klasse im Line-Up von Elder Scrolls noch fehlt und schickt einen Kreaturen-Beschwörenden Hüter ins Rennen. Wie in Elder Scrolls üblich kann dieser als Tank, Heiler oder Schadensverteiler genutzt werden (das geht mit jeder Klasse in Elder Scrolls). Allerdings spielt er sich wie übliche Druiden aus anderen MMO’s und lässt eigene Kreativität vermissen. Abseits davon ergänzt der Hüter das Line-Up der Helden aber sinnvoll.

Schon gelesen?  Cars 3: Driven to Win im Test.

Großartige neue Inhalte – wenig Innovation
The Elder Scrolls Online Morrowind überzeugt, da es wirklich schnell zur Sache kommt und uns eine neue Geschichte erleben lässt die von Anfang bis Ende spannend ist. Und während man Morrowind erforscht, hat man auch jede Menge Spaß und fühlt sich an die gute alte Elder Scrolls Zeit erinnert, in der man mühevoll seinen Charakter aufgelevelt hat.

Das Leveln geht nun auch einfacher als jemals zuvor, denn auch in der neuen Erweiterung Morrowind funktioniert die Neuerung „One Tamriel“ so dass nahezu alle Inhalte auch allein gemeistert werden können. Ausnahme sind hier ein paar Weltbosse und die Prüfungen.

Ja – auch das neue PVP ist sinnvoll und lässt einem aus den meist nicht sonderlich taktischen PVP geplänkel ausbrechen und mehr auf Leistung spielen.

Aber bei all diesen durchweg sinnvollen Ergänzungen fehlt am Ende der wirklich Clou. Denn The Elder Scrolls Online Morrowind liefert nichts, was andere MMO’s nicht irgendwie schon mal hatten. Darüber hinaus kann der Umfang ziemlich schnell verpuffen, wenn man zu der Fraktion Spielern gehört, die Dialoge einfach wegklicken und quasi Speedrunning im Quest erledigen machen.

Fazit: The Elder Scrolls Online Morrowind hat mich bestens unterhalten. Allerdings muss ich nun schon nach kurzer Zeit sagen, dass sich die alten Schwächen langsam wieder breit machen. Klar – man loggt sich immer wieder ein und hat durch seine tägliche Aufgaben, vorbereitungen und das gemeinsame Spiel mit guten Online-Freunden immer wieder Spaß. Unterm Strich hätte ich mir aber deutlich anspruchsvollere PVE Inhalte gewünscht die nach wie vor Mangelware sind.

Im PVP wurde dieser bitte minimal nachgekommen, indem man die neuen PVP Arenen eingeführt hat. Jedoch reizt mich als PVE Spieler das PVP nur teilweise als Abwechslung. Dauerhaftes Questen, Kräutersuchen und co sind zwar vorrübergehend eine Aufgabe der ich nachgehen kann. Allerdings fragt man sich recht schnell wozu, wenn am Ende die prüfenden Inhalte fehlen.

Unterm Strich gibt es daher für Cusual Spieler viele neue Inhalte, am grundlegenden Elder Scrolls Prinzip ändert sich allerdings nichts.

Kaufempfehlung: Ja! Wer Elder Scrolls Online liebt wird mit Morrowind viel Spaß haben!

Categories

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.