Resident Evil Revelations 2 im Test

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Resident Evil ist zurück. Episoden, statt vollpreis Spiel. Kann die „günstige“ Version von Resident Evil an den alten Erfolg der Serie anknüpfen? Wir verraten es in unserem Test!

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Worum geht´s?
Wer Resident Evil kennt, wird wenig überrascht sein, dass ihr auch in diesem Teil wieder auf Zombies in allen erdenklichen Variationen treffen werdet. Dabei geht es aber garnicht so sehr um den T-Virus, der neue Mutationen hervor bringt, sondern viel mehr um eine mysteriöse Insel. Eine ganze Handvoll Menschen wurde dahin verschleppt und muss sich einem großen Experiment stellen. Dabei wird das Spiel aus zwei Perspektiven erzählt. Geneueres erklären wir an dieser Stelle aber nicht, damit ihr nicht unnötig gespoilert werdet.

Jedoch sei hier gelobt, dass man Abstand von der sonstigen „Action-Ausrichtung“ des Titels nimmt und stattdessen wieder den Survival-Horror in den Mittelpunkt stellt. Wie in diesem Genre übrig ist Munition stark begrenzt. Auch Heilkräuter habt ihr nicht unendlich und müsst schon auf den einfachsten Schwierigkeitsgraden damit haushalten.

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Rätsel in immer gleichen Arealen
Obwohl ihr euch auf einer großen Insel befindet, sind die Areale, in denen ihr euch bewegt doch eher klein geraten. Vor allem da wir nicht immer überall hin dürfen, sondern ihr immer in einem abgesteckten Areal eine Episode nach der anderen spielt. Jede Episode wird dabei aus zwei sichten gezeigt. Die Teams bestehen aus jeweils zwei Teams, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Dies bedeutet allerdings auch, dass ihr die Maps immer zweimal spielen müsst. Zwar gibt es kleine Abwandlungen, da ihr mit den jeweils anderen Teams andere Wege beschreiten könnt. Jedoch stellt sich sehr schnell eine gewisse Praxis ein und ihr sehnt euch danach, etwas anderes sehen zu wollen.

Jedoch gefällt uns gut, dass die Maps so gestaltet sind, das wir überall kleine Dinge finden können. Sei es etwas Zubehör, Heilkräuter, schriftstücke die uns mehr über die Ereignise auf der Insel erklären. Wir werden ständig dazu angeregt auch die Wege abseits unserer Aufgabe zu nehmen und können so die Spielzeit deutlich verlängern.

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Bauen und Skillen
Während einige der Dinge die wir finden direkt verwendet werden können, gibt es auch zahlreiche Gegenstände, die an sich erst mal keine Anwendung finden. Diese können wir aber mit anderen Gegenständen kombinieren und so explosive Mischungen brauen. Heilkräuter erweitern. Und andere nützliche Dinge umsetzen, die uns im Überlebenskampf auf der Insel sehr hilfreich sind.

Oft ist es auch so, dass wir Kisten knacken müssen oder andere Geschicklichkeits-Passagen überstehen müssen. Als Belohnung gibt es dann aber meist besonders wertvolle Items. Dabei sollten wir uns in den Levels immer möglichst geschickt anstellen. Am Ende werden wir immer bewertet. Darunter beispielsweise auch neue Waffen und Waffenerweiterungen, die unsere Waffen stärken. Dies geht allerdings nur an Werkbänken, wo wir Waffen modifizieren können.

Außerdem dürfen wir die Fähigkeiten der Charaktere erweitern und können so die einzelnen Charaktere weiter individualisieren.

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Ko-op Spaß
Richtig spaßig wird das Spiel allerdings erst dann, wenn ihr euch einen Freund zu euch nachhause einladet und dann das Spiel zu zweit angeht. Leider gibt es keine Möglichkeit dies über eine direkte Online-Verbindung zu machen. PlayStation 4 Besitzer haben immerhin die Möglichkeit Shareplay zu starten und so den Online-Modi gemeinsam zu starten. Dies hat jedoch den Nachteil, dass man jede Stunde aus dem Spiel gehauen wird. Nachteilig behandelt werden PC Spieler. Dort wurde der Ko-op komplett gestrichen.

Im Ko-op übernimmt der zweite Spieler dann die Begleitperson. Die Begleitperson kann zwar nicht ganz so viel machen wie der „eigentliche Spieler“, ergänzt aber dennoch den Spielspaß enorm. Vor allem da man sich ständig gegenseitig unterstützt und so die Leistungen noch mehr nach oben puscht.

Technik
Technisch zeigt sich Resident Evil Revelations völlig veraltet. Capcom wollte hier wenig Risiko eingehen und hat das Spiel auf möglichst einfachen Level entwickelt. Alles wirkt Detail-Arm. Charaktere besitzen wenig Polygone. Next-Gen „Effekte“ oder „Belichtung“ trifft man ebenfalls nicht an. Zusätzlich hat man sich dazu entschlossen, das Spiel als Episoden-Spiel zu veröffentlichen, was das Risiko nochmals minimiert, da man so auch „Teile“ verkaufen kann. Abbruch am Spielspaß nimmt das nicht. Jedoch wünsche ich mir mal wieder ein Resident Evil, dass zum einen auf einem hohen technischen Level entwickelt wird, aber dennoch den Mut zeigt, auch ein Survival Spiel mit starker Story zu erzählen.

Immerhin hat man dem Spiel eine deutsche Sprachausgabe verpasst, was das Spielen für deutsche Spieler deutlich interessanter gestaltet.

Fazit: Resident Evil Revelations 2 ist ohne Zweifel ein gutes Spiel. Das technische Korsett wird allerdings viele Spieler enttäuschen. Hier hätte man mehr Mut beweisen können! Die Ko-op Version des Spiels macht allerdings einiges gut und sorgt für ein kurzweiliges, aber dafür sehr intensives Spielerlebnis. Wer nur ansatzweise etwas mit Survival-Horror anfangen kann, sollte sich dieses Spiel unbedingt zulegen. Seit letzter Woche bekommt man das Spiel auch als Retail Version. Dort sogar gleich mit allen Episoden.


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