Maleficent Die Dunkle Fee – Filmkritik

Maleficent__4_-gamezone1[1]Neuinterpretationen von bekannten Märchen werden von Jahr zu Jahr beliebter. Dank neuer Technik und dem wieder entdeckten Fantasy-Kino, funktioniert die Art von Filmen wieder sehr gut. Wir (Alessandro Di Terlizzi und Steven Wilcken) hatten die Möglichkeit, Maleficent zur deutschen Pressetour hier in Frankfurt zu schauen.

Worum geht es?

Maleficent erzählt die Geschichte von Dornröschen. Allerdings lässt sich Regisseur Robert Stromberg, bei seiner Variante des Dornröschens eine gewisse künstlerische Freiheit. So wird die Geschichte diesmal aus der Sicht der bösen Fee erzählt. Desweiteren werden Kernelemente der Story leicht abgeändert. Zu guter Letzt wurde alles in eine glaubwürdige Rahmenhandlung gesteckt.

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Der schmale Grat

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, bekannte Geschichte in ein modernes Gewand zu stecken. Tendenziell neigen viele Filme dazu bullig oder aufgesetzt zu wirken. Es erfordert ein talentiertes Team, dass zum einen eine glaubhafte Geschichte, mit glaubhaften Bildern kombiniert. Aber auch die Besetzung muss passen. Ein Puzzle, dass viele Faktoren bringt und damit auch schnell zu Fehlern führt.

Alles ist gut

Glücklicherweise spielen alle Faktoren im Fall von Maleficent Die Dunklee Fee sehr gut zusammen. Zunächst waren da die tollen Schauspieler, die ihre Rolle wirklich gut verkörpern und die diversen Tragödien glaubhaft mit Emotionen füllen. Zum anderen sind da aber auch die fantastischen Bilder, die zeigen, dass Kino heute keine Grenzen mehr kennt. Wohl eine Sache die wir dem talentierten Regisseur Robert Stromberg zu verdanken haben. Der gute Mann hat schon mit Alice im Wunderland und Avatar bewiesen, dass er Geschichten gut erzählen kann und optischen Bombast auf die Leinwand zaubert.

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Dornröschen

Der Bombast kommt zum einen durch die starke Schauspiel-Leistung von Angelina Jolie zum Tragen. Leider geht „Aurora“ alias Dornrösschen (gespielt von Elle Fanning) durch die Meisterleistung von Angelina Jolie ein wenig unter. Dabei ist auch sie eine wundervolle Schauspielerin, die auch in diesem Film wieder die Herzen der Zuschauer dahin schmelzen lässt.

Fazit: Maleficent gibt eine Richtung vor, in der Märchen eine neue Hochkunjunktur erleben könnten. Statt Kitsch und billig Produktionen, hat man hier das Gefühl, dass der Regisseur eine ganz klare Vision von einem neuen, modernen Märchen hatte und sich mit Herz und Kopf hinter diese Aufgabe geklemmt hat! Wenn dieses Niveau gehalten werden kann bitte mehr von solchen Verfilmungen!

Wertung: 4.5 / 5.0


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