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Milanoir im Kurz-Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken Steven Wilcken

Die Mannen von Italo Games haben ein Spiel umgesetzt, dass die Arsch auf Eimer passt! Mit Milanoir mischt man ein wenig das Italienische Klischee um böse Gangs aufs, die sich auf der Straße abknallen. Umgesetzt wurde das hier in 16 Bit Optik und völlig auf Retro getrimmt. Macht das heute noch Spaß?

Piero muss sie alle töten

Wir stecken zu Spielbeginn in der Haut von Pierro, einem kleinen Mafiosi der für seinen Boss Job erledigt hat. Als er an die Polizei verpfiffen wird schwört er jedoch Rache. Getreu dem Namen des Spiels „milaNOIR“ und dem Entwickler Namen begebt ihr euch auf die Suche nach den Verantwortlichen und schießt Armeen von Gegnern nieder.
Dabei stehen euch unterschiedliche Waffen bereit. Anfänglich eine normale Schusswaffen, später auch ein Maschinengewehr. Etwas seltener sind da schon Molotowcocktails, die ihr ab und an findet und im passenden Moment auf Gegner werfen könnt. Findet ihr eine Magnum, habt ihr eine Art Superwaffe in der Hand, mit der sich Gegner mit nur einem Schuss töten lassen. Das Spiel setzt das entsprechend in Szene und verfärbt den Spielbildschirm.

Eher Frust statt Lust

Eigentlich leben solche Retro Spiele von dem Spielspaß und der Lust, diese Titel spiele zu wollen. Obwohl wir anfänglich durchaus unseren Spaß mit Milanoir haben, ändert sich das leider im Fortschritt des Spiels rasch. Zu oft finden wir Situationen vor, dass einfach unfair sind und eigentlich nur mit Probieren gelöst werden können. Da Milanoir aber quasi kein Checkpoints bietet und ihr mit dem Ableben das gesamte Level noch einmal spielen müsst, ist relativ schnell großer Frust aufgebaut.
Problematisch ist das vor allem dann, wenn ein Levelabschnitt gleich mehrerer solcher Stellen hat. So habt ihr möglicherweise mal ein Stelle gemeistert, scheitert aber an der nächsten und müsst die vorausgegangene Stelle nochmals meistern.

Ärger mit der Steuerung und zu zweit Spielen und Erkunden.

Verstärkt wird dieses „unfair“ Gefühl aber vor allem dadurch, dass die Steuerung bei den Gefechten nicht ganz sauber funktioniert. Das Fadenkreuz mit dem ihr die Richtung der Kugeln bestimmt bringt ein manchmal zur Weisglut. Vor allem weil ihr eigentlich fix Zielen müsst und wieder ausweichen müsst. Oft ist das aber nicht richtig möglich, da das Fadenkreuz einfach zu schwammig reagiert.

Spaßiger und einfacher wird es im Co-op. Ihr könnt nämlich zu zweit gegen die vielen Gegner vorgehen.

Ansonstne wird Milanoir ein wenig erzählt. Immer wieder unterhaltet ihr euch mit NPC’s, die euch Tipps geben und die ihr ausfragt. Vor allem aber lauft ihr viel durch ganz sympatisch erstellte Kulissen und erhaltet dabei einen passenden Soundtrack und eine passende Soundkulisse.

Fazit:

Schade! Milanoir hat eigentlich eine nette Spielmechanik. Aufgrund einer schwammigen Steuerung und unfairen Passagen, die vor allem durch ein fehlendes Checkpoint System zur Tortour werden hatten wir nur bedingt Spaß. Allerdings müssen wir anerkennen, das es da draussen Leute gibt die genau diese Form von Spiel suchen und die Herausforderung darin sehen, auch die schwierigsten Passagen zu meistern. Und vermutlich ist Milanoir genau das richtige Spiel für diese Personen.

Kaufempfehlung: Jaein – nur wenn ihr wirklich schwere Spiele verstehen und meistern möchtet.