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State of Decay 2 im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken Steven Wilcken

Microsoft hat uns ein Exemplar von State of Decay 2 für die Xbox One zukommen lassen. Zu zweit sind wir die letzten Tage in die Welt von State of Decay 2 abgetaucht und haben uns im Co-op durch die Horden von Zombies geschlagen.

Comeback eines genialen Zombie-Titels!

Mit State of Decay 2 feiert ein Spiel Comeback, dass viele Xbox One Besitzer mit seinem ersten Ableger überzeugen konnte. Die offene Survival Welt, die zum erkunden und erforschen einlud und der Basisausbau inkl Ressourcen-Management war ein großartiger Zeitvertreib! Leider durfte wir damals nicht im Mulitplayer diese Welt erkunden. State of Decay war ein Singleplayer Spiel. Im zweiten Teil wurde nun ein Co-op Modus hinzugefügt. Dazu aber später mehr.

Die Erwartungen an State of Decay 2 sind jedoch groß. Der erste Teil hatte gute Ideen. Ist den Entwicklern von Undead Labs im zweiten Teil eine Erweiterung dieses Spielkonzepts gelungen oder haben wir es nur mit einer „Multiplayer-Erweiterung“ zu tun?

Tatsächlich spielt sich vieles noch wie in Teil eins. Nach wie vor müssen wir Ortschaften erkunden, Objekte und Häuser durchsuchen, wertvolle Ressourcen einpacken und dies dann möglichst auf direkt Wege in unsere Basis bringen. Denn nur mit den nötigen Ressourcen können wir letztlich unsere Basis weiter ausbauen. Eine Einführung wird nur Kurz gehalten und erklärt euch leider nicht jedes Detail vom Spiel. Wer Teil eins nicht kennt wird hier völlig im Stich gelassen. Eigentlich schade!

Ressourcen sind knapp

Da Ressourcen knapp sind, können wir Luxus Objekte wie Schusswaffen oder Autos nur begrenzt einsetzen. Meist sind wir zu Fuss unterwegs, was mitunter ziemlich anstrengend sein kann. Oft laufen wir Minuten lang von A nach B und wieder zurück. Vor allem weil man anfänglich extrem wenig tragen kann und Ressourcen wie erwähnt wertvoll sind und gerettet werden wollen.

Aber auch die Kämpfe gegen Zombies sind nicht die spannendsten die wir jemals in einem Spiel erlebt haben. Leider haben sich die Entwickler keine tiefgreifenden Mechaniken für die Kämpfe ausgedacht. Im Bestfall besitzen wir einen Knüppel, eine Machete oder etwas ähnliches, womit unsere Schlagreichweite und Durchschlagskraft etwas erhöht ist, knüppeln damit 3-4 Mal aus Zombies ein und erleben dann eine Animation, wie unser Charakter den Zombies den Schädel zerdetscht. Denn Zombies lassen sich nur töten, wenn man das Gehirn des Zombies schädigt.

Co-op mit Schwächen

Die beste Erweiterung bleibt der Co-op Modus in dem wir endlich mit bis zu vier Spielern durch die Welt von State of Decay 2 streifen dürfen. Allerdings hat der Co-op einen enormen Nachteil, denn nur der Host darf Fortschritte machen. Wir sind quasi nur mitläufer und prügeln auf die Zombies mit ein. Immerhin dürfen wir in dieser Position eigenen Loot sammeln, der dann auch ins eigene Spiel übernommen werden kann. Allerdings kann solch Hilfe mitunter auch ziemlich gefährlich enden. In State of Decay 2 gibt es weiterhin den Permadeath und stirbt unser Charakter im fremden Spiel, ist er auch im eigenen Spiel tot, ohne das wir am Ende vom Spielfortschritt profitieren.

Neben dem Aspekt, dass Charaktere so blass bleiben und uns wenig ans Herz wachsen, bleibt auch das Problem dass wir mit der Zeit Personal-Mangel in unserer Basis bekommen können.

Auf derf anderen Seite wird State of Decay 2 im Multiplayer einfacher. Selbst stärkere Zombies wie der Jaggernaut sind mit Vier Spielern keine echte Gefahr. Wenn alle Spieler zusammenarbeiten lassen sich sämtliche Aufgaben gut lösen – es sei den man wird Opfer einer der vielen Glitches…

Technische Mängel

Allgemein sieht man dem Spiel an, dass der Ehrgeiz technische Meisterleistungen abzuliefern eher nicht gegeben war. Alles erinnert ein wenig an die letzte Generation und kann kaum mit hoch modernen Spielen mithalten. Umso ärgerlicher bleibt, dass State of Decay 2 zusätzlich zahlreiche Bugs besitzt. Immer wieder glitcht etwas auf dem Bildschirm. Ein Beispiel? Wir sind wir bei dem Einsteigen in ein Auto unter das Auto geglitcht und haben dabei dauerhaft Schaden bekommen, ohne das wir uns aus der Situation retten konnten. Das endete im Tot – der wie erklärt dauerhaft ist. Ärgerlich!

Immerhin – die Soundkulisse von State of Decay 2 ist wirklich gut gelungen und vor allem bei Nacht ein echtes Erlebnis. Auch der Soundtrack passt perfekt zum Setting und bringt viel Atmosphäre.

Fazit:

State of Decay 2 dürfte durchaus sein Anhänger finden. Die meisten Mechaniken wurden aus dem ersten Spiel übernommen und machen dank Co-op Möglichkeiten doppelt so viel Spaß. Aber es bleibt dieses flaue Gefühl, dass hier eigentlich mehr Möglich gewesen wäre. Diese offene Welt bietet Möglichkeiten für zahlreiche Spielmechaniken, aber man hat sich hier am ersten Teil orientiert und zeigt sich nicht mutig. Möglicherweise hat einfach das Budget und das Personal gefehlt. Auf der anderen Seite muss man natürlich betonen, dass State of Decay 2 UVP für lediglich 29,99€ Angeboten wird. Das ist deutlich günstiger als viele andere Spiele.

Ärgerlich hingegen bleiben die zahlreiche Bugs, die einem regelmäßig in State of Decay 2 begegnen. Immerhin kann man dieses Problem mit Patches nachträglich in den Griff bekommen.

Unterm Strich bleibt State of Decay 2 wirklich ein unterhaltsames Zombie-Spiel, dass Xbox’ler erst einmal bei Laune halten dürfte. Der große Wurf ist mit State of Decay 2 allerdings nicht gelungen. Das ist schade! Potential hat State of Decay allemal!

Kaufempfehlung: Ja – gebt State of Decay 2 ein Chance – wenn ihr mit frustrierenden Momenten umgehen könnt.