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Metal Gear Survive im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken Steven Wilcken

Metal Gear Survive im Test.

Konami hat uns die Gelegenheit gegeben Metal Gear Survive in Ruhe zu testen. Gespielt haben wir auf der Xbox One. Tatsächlich sind wir nach unseren Tests zwiegespalten. Metal Gear Survive macht zwar vieles nicht so gut wie Hideo’s einstige Vorzeigemarke, allerdings wäre es unangemessen von einem schlechten Spiel zu reden. Aber wir klären einzelne Aspekte in unserem Test.
Metal Gear in Parrallelwelt

Metal Gear Survive setzt irgendwo zwischen Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes und Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain an. Als Söldner werdet ihr bei einem Angriff getötet und werdet durch einen Mitarbeiter der geheimen Wadenclyffe-Sektion wiederbelebt. Er hat eine geheime Mission für euch und möchte euch durch ein Wurmloch schicken. Ziel ist die Parallelwelt DITE – überrant durch Willenlose Zombies. Allerdings benötigt man Informationen und Überlebenden soll man auch helfen.

All das wird anfänglich ziemlich gut von Hideo abgekupfert und uns werden Zwischensequenzen gezeigt, die Metal Gear Solid 5 in nichts nachstehen. Das Problem – je weiter wir im Spiel fortschreiten, desto weniger Aufwand wird in diese Präsentation gesteckt. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Möchte man Spieler Ködern?

Das schöne Geld der Spieler

Das Konami bei Metal Gear Survive nicht in erster Linie auf Gameplay geachtet hat, sondern viel mehr nach Wegen geringen Wiederstand gesucht hat, dass vermutet man immer wieder. So mutet man euch grade zur Anfangsphase einen echt zähen Einstieg zu. Möchtet ihr das ganze schneller erledigen, stehen euch Mikrotransaktionen bereit. Die kosten je rund 10€ – sind damit nicht teuer und machen alles deutlich schneller. Für viele Spieler sicherlich lukrativ.

Dreist hingegen: Dass man für weitere Speicherslots 10€ haben möchte. Zahlt ihr die nicht müsst ihr euch über einen kompletten Monat jeden Tag einloggen und könnt euch nach einem Monat einen zweiten Speicherslot ohne Mikrotransaktion zulegen – eine lange Zeit mit viel Aufwand. Man spürt immer wieder, dass man hier schnell ein paar zusätzliche Geldschein verdienen möchte. Immerhin – der Grundpreis des Spiels ist bei 40€ – so ist bis zum Vollpreis-Spiel ein wenig Luft das man in Mikrotransaktionen investieren könnte…+

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Ein bisschen Metal Gear und viel Survival

Bis hier her klingt das ganze wie der Wahrgewordene Albtraum. Allerdings wird es besser. Beist ihr die Zähne zusammen und übersteht die Zähe Anfangphase, könnt ihr schon bald zahlreiche Aufgaben angehen, die mit ziemlich strenger Survival Mechanik durchaus den Taktiker in euch hervorrufen. Essen und Trinken müsst ihr Regelmäßig und immer Ausschau nach Beeren, Früchten, Wasser, Tiere und co halten.

Gleichzeitig dürft ihr aber auch die Wandelnden nicht aus dem Auge verlieren. Entdeckt ihr welche, dann meist in Überzahl und dann gilt es diese nach und nach ausschalten. Da die KI der wandelnden nicht sonderlich gut ist, lässt sich das durch das kluge Nutzen von Hindernissen auch ganz gut erledigen. Der Metal Gear Survive Fan schleicht sich jedoch Geschickt an und erledigt die wandelnden aus dem Hinterhalt (wie gesagt Metal Gear ist noch drin!).

Konami sollte nachjustieren

Metal Gear Survive ist in der Auslegung seiner Spielregeln allerdings recht streng. Essen und Wasserverbrauch sind gemessen an dem Vorrat den ihr findet zu schnell verbraucht. Das stört den Spielfluss ein wenig und Konami sollte ihr durch Patches möglicherweise den Verbrauch etwas verringern. Oder aber bessere Möglichkeiten schaffen Essen und Trinken zu besorgen.

Zwar könnt ihr später auch in der Basis Nahrung anbauen. Doch bringt euch auch das nur wenig Vorrät ein, was gemessen am Aufwand noch nicht sehr lohnenswert ist.

Demotivierend ist auch die aktuelle Form des Speichersystems. Nach einem Ableben dürfen wir uns entscheiden bei dem letzten Speicherpunkt weiter zu machen (das Spiel speichert an bestimmten Orten automatisch und lässt euch selbst nicht speichern). Oder aber wir kehren zurück zu Basis und lassen dabei unsere Sachen zurück.

Basisbau
Der Basisbau ist auch wieder dabei und dieses Mal gilt es seine Basis standfest gegen gelegentliche Zombie-Angriffe zu bauen. Ein ziemlich cooler Aspekt von Metal Gear Survive, der durchaus laune macht. Lediglich das Ressourcen Management könnte etwas großzügiger sein, damit wir mit dem Basenbau schneller vorrankommen.

Aber das setzen von Zäunen und bauen von Verteidigungseinrichtungen und das anschließende Nutzen dieser Basis gegen einen Zombieangriff ist durchaus gelungen und motiviert.

Online-Modus – verschenkte Chance

Auch ein Online-Modus ist in Metal Gear Survive dabei. Wie cool wäre es hier gewesen gemeinsam eine Basis aufzubauen und diese gegen Eindringliche zu schützen. Leider ist diese Mechanik lediglich auf den Singleplayer-Mode beschränkt.

Online geht ihr auf teils schwere Missionen im Ko-op. Das ist zwar auch ganz spaßig aber erfüllt nicht die Erwartung an Metal Gear Survive, die man aufbaut wenn man erstmals den Singleplayer spielt.

Technik

Technisch ist Metal Gear Survive solide. Animationen sind gelungen. Allerdings ist die Welt teilweise wirklich Karg und bietet bei weitem nicht so ein optisches Highlight wie die Metal Gear Solid 5 Reihe. Auch eine deutsche Sprachausgabe hat man sich komplett gespart – so müsst ihr mit englisch zu Recht kommen. Immerhin sind die Texte jedoch auf Deutsch.

Fazit:  Metal Gear Survive hinterlässt ein gemischtes Gefühl. Auf der einen Seite hat sich Konami teils wirklich dreiste Mechaniken einfallen lassen, die dazu führen, dass man sich als Spieler mit der Frage auseinander setzt ein wenig in Mikrotransaktionen zu stecken. Auf der anderen Seite hat Konami ein wirklich solides Survival Spiel geschaffen, dass  Survival Liebhaber in anderen Spielen so nicht oft finden.
 
 Durch die Metal Gear Elemente, den Basenbau und den Ko-op Online-Modus hat man mit der Zeit wirklich viel in Metal Gear Survive zu tun. Für 40€ eigentlich ein fairer Gegenwert. Allerdings muss man als Spieler grade in der Anfangphase sehr zäh sein. Gehört ihr sogar zur Fraktion die kein Problem mit Mikrotransaktionen haben, dann findet ihr ein richtig spaßiges Basis-Aufbau-Survival | Online-Ko-op-Survival Spiel.
 
 Kaufempfehlung: Ja – Survival Fans können durchaus einen Blick riskieren!