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The Crew im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

The-Crew-Teaser[1]

Wir haben uns den Online-Racer The Crew angeschaut und sind von der Vollversion hin und her gerissen. In einem Moment fühlen wir uns in der offenen, endlosen Welt von the Crew richtig wohl und werden im nächsten Moment durch Spieldesign-Entscheidungen doch wieder aus dem Himme für Rennfahrer gerissen. Wieso erklären wir im Test.

[b]Schwacher Start[/b]
Ein großes Problem werden viele Rennspiel-Liebhaber bereits am Anfang haben. Denn statt die Spieler auf einen fairen und guten Weg in das Spiel zu führen, gibt man dem Spieler anfänglich eine Kröte als Auto. Hinsichtlich der Spielmechanik mag das zunächst Sinn machen, denn The Crew versteht sich als CaRPG und möchte, dass ihr euch in euren Fähigkeiten weiter entwickelt und mit der Zeit immer bessere Autos erhaltet. Jedoch demotiviert die anfängliche Steuerung da sich die Autos kaum auf der Spur halten. Und da man als Anfänger auch nicht unbedingt weiss, dass dies im späteren Spiel fortlaufend besser wird, muss man diesen Part erstmal überstehen, ohne das Spiel gleich wieder auszuwerfen und eines der zahlreichen anderen Spiele diesen Winter anzugehen.

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[b]Es wird besser[/b]
Da ich mich über diese Sache informiert haben war mir bewusst, dass es besser werden wird und Meine Hoffnung, doch noch auf ein gutes Spiel zu stoßen. Und diese wurde auch größtenteils erfüllt! Beeindruckend zeigt sich The Crew nämlich in der Freiheit, die dieses Spiel versprüht. 5000 Quadrat-Kilometer darf in frei befahren und verbringe schon allein etliche Stunden damit, diese ganzen Ortschaften überhaupt nur irgendwie frei zu fahren. Je nach Punkt gibt es immer etwas mehr zu entdecken und mal weniger, und da das freifahren letztlich dann doch meine Neugierde anspricht, erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich doch nicht weiter die Map freifahre, sondern eine der zahlreiche Missionen oder Sehenswürdigkeiten anfahre.

[b]Autos zum Aufrüsten[/b]
Wie bereits erwähnt schaltet ihr euch mit Aufgaben, Erkunden, Story-Missionen und Rennen Credits frei, die wiederum in eure Autos gesteckt werden können. Rollenspielmäßig könnt ihr hier nach und nach eure Rennautos optimieren und so immer mehr Spaß am Fahrgefühl finden. Allerdings macht dieses System ein weiteres Manko im Spiel ersichtlich – die Balance.

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[b]Balancing[/b]
Während am Anfang vor allem das Fahrgefühl stört, ist im späteren Verlauf des Spiels die Balance der Aufgaben ein großes Problem. Während viele Aufgaben zu einfach sind, ist der Wechsel zu sehr schwierigen Passagen teilweise sehr kurz. Dem Spiel fehlt einfach ein goldener Faden der den Spieler an die Hand nimmt, ohne ihn dabei aber an der wundervollen Freiheit zu hindern.

[b]Shop[/b]
Vor allem stößt dies bitter auf, da auch in The Crew wieder ein Echt-Geld-Shop unterbracht ist. Eine Funktion die Ubisoft in den letzten Spielen gerne verwendet um noch ein paar Euro extra zu verdienen. Fairerweise muss man zwar sagen, dass man auch so gut voran kommt und man eine faire Herausforderung hat sich die nächsten Bauteile und Autos freizuschalten. Einen bitteren Beigeschmack haben solche Shops aber immer.

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[b]Nur Online[/b]
Dazu dürfte manche Spieler stören, dass man dieses Spiel nur online spielen kann. Verstehen tu ich das nicht, da das Spiel sich auch wundervoll alleine spielen lässt. Klar ist es ein cooles Feature, dass mir angezeigt wird welcher Spieler in meiner Nähe fährt und mit wem ich eventuell gemeinsam Aufgaben angehen kann. Doch tatsächlich hatte ich mehr Spaß damit die Aufgaben alleine für mich anzugehen, vor allem da ich den Anreitz nicht so groß finde mich in Gruppen zu bewegen. Störend ist dies auch, da es doch ab und zu mal eine technische Panne gibt und hier und da mal ein Lag auftritt oder ein Verbindungsabbruch.

[b]Technik[/b]
Technisch ist das Spiel hinter Forza Horizon 2 und DriveClub einzugliedern. Schlecht sieht es dennoch nicht aus. Einige Effekte wie die Reflektionen auf den Autos kommen sogar sehr nahe an die Genre-Führer Forza und DriveClub heran. Das was The Crew beeindruckend hinbekommt sind Weitsichten, wenn wir über die schier endlose Welt blicken und ganz genau wissen, da können wir überall hinfahren! Außerdem ist es dieser Wechsel der Settings ohne Ladebalken. Von Wüste in Städte, Von Städte in Wiesen und Wälder usw…

Unsere Redaktion sagt zu The crew

Fazit: The Crew hat ein beeindruckendes Konzept und zeigt, wie man Rennspiele in Zukunft gestalten könnte. Auch in Rennspielen sollte das Open-World-Setting deutlich mehr Einzug halten. Einfache Schlauchlevel sind nicht mehr Zeitgemäß. Das wird einem spätestens nach ein paar ausflügen in The Crew bewusst! Man kann Rennspiele gigantisch Groß und Abwechslungsreich gestalten. Wenn es dann in Zukunft auch noch mit den Spielmechaniken klappt, dann befindet sich dieses Genre auf einem super Weg!

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