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Assassins Creed Unity im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Assassins Creed Unity ist der erste richtige Next-Gen Ableger der berühmten Serie. Kann der Serienteil halten was die Entwickler vorab versprochen haben oder waren die Videos und Demos wieder besser, als es das Original sein kann? Wir verraten es euch in unserem Test.

[b]Das alte Paris[/b]
Wichtig zu wissen. Mit Unity lässt man die Nord Amerika Story hinter sich und verlagert das Geschehen nach Europa. Genauer gesagt ins alte Paris, dass in einer offenen Welt gestaltet wurde. Dabei zeigt sich die Welt sehr weitläufig. Doch nicht nur das. Nahezu jedes Haus dürfen wir begehen und erforschen. Dass es dabei viele Geheimnisse zu entdecken gilt ist klar. Zwar können wir Paris auch einfach auf eigene Faust erkunden. Spannender wird es aber, wenn wir uns durch die Story gleiten lassen und die zahlreichen Story-Missionen angehen.

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[b]Arno der neue[/b]
Arno Dorian ist der neue Held im Spiel. Diesmal schlüpft er in die Kutte eines Assinnen und setzt sich für ihre Ziele ein. Einsteigen tut das Spiel in seinen jüngsten Jahren. In bewegenden Szenen wird uns die Geschichte des jungen Arno erzählt, der in einer wohlhabenden Familie aufwächst. Doch sein Vater wird ermordet, weshalb er adoptiert wird. Jedoch ist er auch dort nicht in sicherheit, denn hinterhältig wird sein Stief-Vater ermordet. Arno ist dabei doppelt belastet, da ihm dieser Tod angehängt wird und er fortan ins Gefängnis muss. Dort wiederum sitzt er nun. Allerdings wird eines Tages die Bastille (Das Gefängnis) von der Revolution gestürmt und ein Mitgefangener erkennt sein Potenzial. Der Gefangene gibt sich als Assassine zu erkennen und beschließt Arno in die Kunst eines Assassinen einzuweihen. Desweiteren eröffnet er, dass sein Stief-Vater, sowie seine Stief-Schwester Elise, zu den Templern gehören. Es beginnt eine Geschichte aus Wendungen, Überraschungen und Tragödien.

[b]So spielt sich das neue Assassins Creed[/b]
Assassins Creed spielt sich dabei wie immer. Wir gehen durch eine offene Welt, nehmen aufträge an, entwickeln unseren Assassinen weiter, schleichen, klettern, meucheln, entdecken neue Ortschaften und sorgen uns um die Belange der Stadt oder besser der Assassinen Bruderschaft. Die Steuerung ist perfekt wie eh und je. Ubisoft hat mittlerweile ja genug Zeit Erfahrungen zu sammeln. Allerdings behält es auch einige alte Macken. Bei besonders engen ecken möchte Arno nicht in Öffnung springen oder verkantet sich auf einer Mauer an Wänden, die gar nicht existieren. Das alles kennt man schon und hat man schon zu Hauf gespielt und tatsächlich macht dieser Titel nicht von alle dem neu. Erwähnungswert wären da nur die etwas anspruchsvolleren Kämpfe, die nun mehr Timing benötigen, sowie ein neues Schleich und Deckungssystem. Aus der Deckung können wir einzelne Gegner aus der Ferne erledigen. Durch das System bekommt das Spiel eine taktische Note.

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[b]Technik[/b]
Am meisten hervor zu heben ist diesbezüglich die Technik. Wo spielerisch kaum Fortschritte sind und alles andere irgendwie solide umgesetzt wurde, ist grade die Technik der hingucker, der dieses Spiel von alten Assassins Creed teilen abhebt. Man erkennt auf den erste Blick, dass man die alten Konsolen außen vor gelassen hat. Ubisoft Montreal hat hier für viel Detailarbeit gesorgt und die offene Welt wirklich dicht bebaut. Doch nicht nur Häuser, Bauten, Gestrüpp, Straßen, Wege, etc sind unheimlich detailliert, die Engine kann tausende von Passanten darstellen, was grade bei großen Plätzen unheimlich viel Eindruck schindet. Dazu kommen die typischen Next-Gen Faktoren wie spiegelnde und glänzende Oberflächen. Geniale Wasser-Effekt. Lichteffekte welche die Qualität der Optik deutlich steigern. Und vieles mehr. Doch bei all den Fortschritten hat Ubisoft Montreal anscheinend zu wenig Zeit bekommen. Denn zahlreiche Spieler beschweren sich über Ruckler, Bugs und andere unschöne Dinge. Dabei soll die PlayStation 4 schlimmer als die Xbox One betroffen sein. Uns liegt die Xbox One Version vor. Diese lief größtenteils gut, hatte aber in einigen Zwischensequenzen, sowie weitläufigen Arealen auch den ein oder anderen Framerate-Einbruch.

[b]Das gefällt uns ebenfalls nicht[/b]
Neben den technischen Problemen, die von Spieler zu Spieler und Plattform zu Plattform anders sind, gibt es auch andere unschöne Dinge. Ubisoft hat diverse Moneatisierungs-Möglichkeiten in das Spiel eingebaut. So müssen wir uns bestimmte Apps saugen um Schatzruhen mit besonderer Beute zu öffnen. Das Problem bei der App ist, dass man dort gleich auch schon für die Premium Version wirbt. Zusätzlich kann man sich Ausrüstung für seinen Assassinen auch einfach durch einen Einkauf freischalten und muss sich das Zeug so nicht erspielen. All das ist ja heute immer wieder in Spielen vertreten, jedoch macht dies grade in diesem Genre einen zwiespältigen Eindruck. Zumal das Spiel auch nicht komplett rund läuft. Womöglich auch ein Grund dafür, dass Ubisoft aktuell sehr viele Probleme mit verärgerten Assassins Creed Käufern hat. Immerhin hat man bereits reagiert und entlohnt Käufer erster Stunde entsprechend.

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[b]Individualisierung[/b]
Je nachdem was uns also lieber ist dürfen wir Geld investieren oder nutzen die Spielzeit um uns die wichtigsten Items nach und nach freizuspielen. Diese können wir anlegen, so unsere Werte verbessern und auch unsere Optik entsprechend anpassen. Für einen komplett anderen Look können wir sogar ganze Kostüme freischalten. Allerdings nur 4, für den Rest benötigen wir Apps und kostenpflichtige Produkte. So oder so ist ein solches System aber insgesamt sehr positiv, da es unseren Helden nach und nach stärker macht und uns eine zusätzliche Motivation im Spiel gibt.

[b]Die offene Welt erkunden[/b]
Wie bereits erwähnt können wir uns auch abseits der Wege bewegen. Dabei wurden die alten Szenen, in der wir immer wieder in der Gegenwart aufwachten und einige Aufgaben lösen mussten, so gut wie komplett gestrichen. Das kommt vielen Fans entgegen, welche die Modernen abschnitte nicht mochten. Moderne abschnitte gibt es dennoch, denn wir können ins moderne Paris in einer Alternativwelt reisen und dort kleine Minispielchen erledigen. Dabei müssen wir scheinwerfern ausweichen oder sogar Tornados entkommen. In der alten Welt können wir Nostradamus-Codes und verbogene Glyphen sammeln und erhalten so Hinweise auf versteckte Puzzlestücke.

https://www.youtube.com/watch?v=AA2-bW7XvyM

[b]Co-op Part[/b]
Wer möchte kann Assassins Creed Unity auch erstmals gemeinsam erleben. Hier geht man mit bis zu 3 weiteren Spielern Missionen in Co-Op an. Man darf sich anschließend noch durch die offenen Areale bewegen. Der eigentlich Story kann man allerdings nicht folgen. Wir wünschen uns ein Multiplayer-Part der Marke GTA 5, wo die komplett offenen Welt zur Verfügung steht und ähnlich wie im Single-Player aufgaben für eine Gruppe bereit hält.

Unsere Redakteure sagen zu Assassins Creed Unity:

[quote]Fazit: Assassins Creed Unity wird aktuell schlechter geredet als es ist. Das Spiel erzählt uns eine gute Story. Die Technikfehler sind ärgerlich, hindern uns aber nicht daran das Spiel zu meistern. Natürlich könnte man hier nun zahlreiche Fehler des Spiels aufzählen. Doch wäre das fair? Denn tatsächlich kann man genau so viele, wenn nicht sogar mehr Punkte aufzählen, die das Spiel so besonders machen. Ubisoft arbeitet bereits an Verbesserungen und zeigt sich sogar sehr kulant, indem es freie Inhalte und Spiele gibt. Assassins Creed Unity ist kein schlechtes Spiel, allerdings mit deutlich Luft nach oben.

-avanar[/quote]

Unsere Mitglieder sagen zu Assassins Creed Unity: