Need for Speed Payback im Test.

Need for Speed Payback im Test.

Electronic Arts hat uns die Möglichkeit gegeben, Need for Speed Payback testen zu können. Nachdem wir einige Stunden in der neuen Spielwelt verbracht haben sind wir hin und her gerissen. Gute Ideen werden meist von einer faden Beigeschmack verfolgt. Am Ende bleibt die Frage ob die Entwickler am Ende genügend Zeit zur Umsetzung hatten. Doch klären wir das Schritt für Schritt im Test.

Need for Fast and the Furious
Als Need for Speed vorgestellt wurde hatten sich viele ein wenig an Fast and the Furious erinnert gefühlt. Der Grund – Blockbuster Missionen. Das sind Missionen bei der man sich nach Hollywood Vorbild mit Staatsmacht und Gängstern anlegt, Hollywood Reif Autos von der Straße rammt und Slowmotion, Explosionen, Hubschrauber und andere Actionreiche Szenen die Dominante rolle Spielen.

Und ja – auch im fertigen Spiel fühlen sich diese Blockbuster, alias Story Missionen so hochwertig an und heben Need for Speed auch definitiv ab.

Das Problem ist viel mehr, dass Need for Speed in der Endversion kaum Blockbuster Missionen besitzt. Ein großteil der Missionen sind „Lückenfüller“ bei der ihr alle Arten von normalen „Racings“ fahrt, driftet, Zeitrennen absolviert und so weiter. Aber selbst das wäre ja nicht mal das große Problem, da auch diese „Nebenmissionen“ großen Spaß bereiten können. Viel mehr ist das Problem dass euch Ghost Games dazu zwingt  ein Event zu gewinnen. Schafft ihr das nicht geht es einfach nicht weiter und der Fortschritt bleibt stehen. Selbst bei Racingkomponennten die euch nicht so liegen geht man so Scharf zur Sache, was dazu führen kann das ihr zig mal das selbe Rennen fahren müsst um Fortschritte zu machen. Ganz schön ätzend!

Große offene Welt mit Makeln
Immerhin – in der offenen Welt können wir uns Quasi frei bewegen und können so wenigstens zum Teil einfach mal ein Event dass wir grade nicht meistern mal verlassen. Und anfänglich macht es auch tatsächlich Spaß die offen Welt nach neuen Ortschaften und Geheimnissen abzusuchen.  Vor allem da es immer mal wieder etwas zu entdecken gibt.

Allerdings kommt auch dieser Teil nicht ohne „aber“ aus. Das Problem – die Darstellung der Spieltwelt. Vergleicht ihr die nämlich mit Mitbewerbern merkt ihr, dass die Welt zwar groß ist, allerdings wenig ausgestaltet wurde. So fahrt ihr immer wieder über die Selben kahlen Landstriche. Selbst in der Stadt fällt euch schnell auf das hier wenig abseits der Straße passiert und die Stadt wie Tod ist.

Und das führt schnell dazu, dass ihr euch an der offenen Welt satt gesehen habt, was besonders tragisch ist, wenn ihr auch bei den Missionen nicht weiter kommt. Ein Frustkreislauf tritt ein. Vor allem weil definitiv einiges an Potential da ist was aber möglicherweise nicht genutzt wurde weil man nicht genügend Zeit gelassen hat. Das wird auch daran ersichtlich, dass die Entwickler die Engine nicht völlig optimiert haben. So kommt es an einigen Stellen zu fiesen Nachladen von Texturen und co, oder aufpoppen von Objekten. Das greift zwar nicht in das Spieldesign ein, zeigt jedoch dass ab irgendeinen Punkt der Zeitdruck riesig geworden sein muss und man einfach akzeptiert hat ein fehlerhaftes Produkt zu veröffentlichen.

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Endlich wieder Tuning… aber…
Schwamm drüber! Immerhin kommt das Tuning wieder zurück und tatsächlich hat sich Ghost Games richtig viel Gedanken gemacht, wie man Tuning auf Dauer motievierend gestalten kann. Mehr oder weniger hat nun jedes Auto seinen eigenen Level-Part. Bei diesem könnt ihr euer Spiel durch Tuning und Spielkarte nach und nach im Level steigen lassen, worauf sich Autos auch optisch verändern können.

Aber auch hier kommen wir nicht ohne Kritik herum, denn grade die Diskussion der Mikrotransaktionen zeigt an Need for Speed, dass die Sorge mancher Spieler gerechtfertigt ist. Denn Need for Speed ist so designt, dass jedes Auto von vorne gelevelt werden muss. Das schafft natürlich Spielzeit, frisst aber auch viel Zeit als Sammler hier für vernünftige Fortschritte zu sammeln.

Ab hier wird es extrem verführerisch in Mikrotransaktionen gegen echtes Geld zu investieren. Damit lassen sich entsprechende Loot-Packs schneller kaufen und unsere Chance für einen schnelleren Aufstieg unserer Lieblingswagen steigt. Wenn man aber als Sammler solch große Steine in den Weg gestellt bekommt, wenn man abseits vom Vollpreis kein weiteres Geld investieren möchte zeigt dass die Entwickler hier ziemlich reist abkassieren wollen, da neue Autos immer unter dem Level des aktuellen Autos sind und uns zum grinden zwingen.

Fazit: Need for Speed Payback ist unterm Strich ein gutes Spiel geworden, dass jedoch Spielsysteme mitbringt, die einer ganzen Reihe von Spielern gegen den Strich schlagen wird. Wie weit man sich davon beeinflussen lässt und dadurch das ganze Spiel schlecht findet ist letztlich Geschmackssache. Etwas bitter scheint aber, dass die Entwickler hire das Spiel anscheinend nicht zu Ende entwickeln durften. Die Zeit wurde knapp – darauf gibt es dutzende Hinweise.

Mikrotransaktionen gegen Echtgeld bei einem Vollpreis-Spiel, die schon fast notwendig sind da man sonst lange Grinden muss, sind vor allem bei den sonstigen Problemen in zusätzliches Ärgernis.

Dennoch möchten wir nicht grundsätzlich vom Kauf abraten. Positive Elemente sind drin, die neuen Blockbuster-Szenen großartig dargestellt. Hoffentlich kann man einiges nachträglich noch mit Patches richten.

Kaufempfehlung: Jaein – wenn ihr mit den Nachteilen leben könnt dann greift zu!

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