Project Root im Test

Project RootIn diesem Test müssen wir einfach mal nostalgisch werden. Project Root gehört dem Genre der Shoot’Em Ups an. Dieses Genre war in den 90er Jahren auf seinem Höhepunkt. Jeder, wirklich jeder Gamer kam nicht um einen solchen Titel herum. Auf der Konsole war es maßgeblich R-Type und auf dem PC wurde das Spiel Raptor gedaddelt wie kein anderes Spiel.

Mit der Zeit wurden immer mal wieder versucht, dieses Genre wieder neues Leben einzuhauchen. Das beste Beispiel ist hier das Spiel Sine Moramit, welches immerhin eine Metacritic von 83% erzielte. Die Entwickler von Project Root, OPQAM, wollen mit Ihrem Spiel die Messlatte noch einmal höher legen. Ob das Spiel aber auch wirklich verspricht, was die Entwickler sagen, lest Ihr in den folgenden Zeilen.

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Project Root 001Story ist nicht wichtig!

Eigentlich brauchen wir zu der Story nicht wirklich viel erzählen. Denn im Grunde ist es eine 0815 Geschichte. Wir die guten, müssen die Bösen Machenschaften der Prometheus Corporation aufhalten. Warum wir die guten sind und warum die Prometheus Corporation die Bösen sind erfahren wir erst mal nicht. Ist aber für das Gameplay auch nicht wichtig, denn wir müssen ohne hin auf alles was sich bewegt schießen, und auch alles auf dem Bildschirm ist gegen uns.

Project-Root[1]Die Navigation unseres Fliegers

Grundsätzlich fliegt man in Project Root von einem Missionsziel zum nächstem und in der Regel heißt es irgendetwas zu zerstören. Auf dem Weg zu den Missionszielen muss man natürlich auch alles was sich einem in den Weg stellt vernichten. Seien es feindliche Flieger, Geschütztürme oder Panzer.

Dabei bewegen wir unser Gefährt in üblicher Twin Stick Shooter Manier. Mit dem linken Stick haben wir die Kontrolle über die Geschwindigkeit und mit dem rechten Stick können wir uns drehen. Mit beiden Triggern können wir unsere Bodenraketen und unsere MG einsetzen. Wichtig ist nur, dass die Raketen nur Bodenziele vernichten können und die MG nur Luftziele.

Das ist aber nicht weiter schlimm, da man meist eh beide Tasten einfach gedrückt hält. Zudem haben wir über den rechten Bumper die Möglichkeit, eingesammelte Items zu nutzen. Beispielsweise kann man so einen starken Laserangriff starten oder Selbstziehlende Schwarmraketen abfeuern.

Project Root 005Umgebung bietet wenig Abwechslung

Das interessante an Project Root ist aber, dass es sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Shoot’EM Up Spiel handelt. Denn üblich in diesem Genre ist eigentlich, dass diese Spiele als Sidescoller ausgelegt sind. Project Root hingegen bietet eine große Karte über die man „frei nach Belieben“ fliegen kann.

Gut ganz so frei ist man nicht, da man schon die Missionsziele erfüllen muss. Aber wie man dahin kommt, ist dem Spieler selbst überlassen. Man wird nur hin und wieder von Bergen oder Energiefeldern davon abgehalten mehr zu erkunden als erlaubt ist.

Das ist aber auch nicht ganz so tragisch, da die Umgebung recht generisch wirkt. Abschnitte wiederholen sich oft und Gebäudekomplexe sind sehr oft gleich aufgebaut. Immerhin ändert sich das Terrain von Level zu Level. Mal fliegt man über bewaldetes gebiet, mal über eine Eiswüste.

Viele untersProject Root 002chiedliche Gegner

Dafür aber bietet Project Root einiges an Abwechslung durch sich verändernde oder auch neue Gegnertypen. Trifft man in den ersten Level noch auf recht leichte größere und kleinere Flieger und Panzer, trifft man im Verlauf des Spiels auf neue Gegnertypen und auch stärkerer Varianten der bekannten Gegner.

Um diese Gegner und auch die Missionsziele aufzuspüren, sollten wir immer unser Radar im Blick halten. Allerdings ist dieses sehr Minimal gehalten. Man sieht anhand kleiner farbigen Symbolen nur, dass Gegner in der Nähe sind und die grobe Richtung, in der das nächste Missionsziel zu finden ist.

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Das kann dazu führen, dass das Spiel sich in die Länge zieht. Denn man weiß nie genau, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet. So kann es passieren, dass man sich schnell in eine Sackgasse bewegt und sich einen anderen Weg suchen muss. Dabei tauchen zuvor zerstörte Gegner wieder auf und man darf sich erneut durchschlagen.

Aber man wird in so manch einem Level dann mit einem Boss-Fight belohnt, welche einen schnell fordern können. Am Ende eines Levels erhält der Spieler dann Erfahrungspunkte um sein Schiff ein wenig verbessern zu können. So kann man die Panzerung, Schusskraft oder auch die Beweglichkeit erhöhen.

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Project Root 007Für ein Indie-Titel keine schlechte Optik

Für einen so kleinen Titel kann sich die Grafik aber sehen lassen. Die Texturen im Spiel sind durchweg scharf und recht farbenfroh. Zudem wird das Spiel Optisch gut in Szene gesetzt, was man anhand der Lichteffekte und Explosionen gut erkennen kann. Nur die Kameraführung ist sehr gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht jedermanns Sache.

Denn die Kamera ist schräg hinter der Spielfigur, bzw. dem eigenen Flieger fixiert und bietet eine halbwegs isometrische Ansicht. Dadurch hat man immer einen guten Überblick über das Geschehen und heraneilende Projektile und Gegner sind immer sehr gut zu erkennen.

Das Problem an der Geschichte ist, man muss sich darauf einstellen, dass sich bei jeder Drehung und jeder Bewegung sich das komplette Bild mitbewegt oder dreht. Und letzteres wird man recht häufig machen, da man den Gegnern und auch den Gegnerischen geschossen oft ausweichen muss.

Project Root 004Monotone Soundkulisse

Auch die Sounds zu den jeweiligen Objekten auf dem Spielfeld fügen sich gut in das Spiel herein. Für so einen kleinen Titel hören sich beispielsweise die Explosionen glaubhaft an und die Waffensounds klingen passend.

Nur der Soundtrack an sich wirkt zu aufgesetzt und penetrant. Zudem passt dieser nicht immer zu dem aktuellen Geschehen auf dem Bildschirm und wiederholt sich sehr oft. Dies kann einem sehr schnell auf den Zeiger gehen.

Davon ab ist zu erwähnen, dass Project Root keine Deutsche Lokalisierung erhalten hat und somit komplett auf Englisch ist. Da man aber auf die Story eh verzichten kann und alles weitere recht unkompliziert ist, sollte das nicht so sehr ins Gewicht fallen.

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Project Root 003Fazit:

Viel macht Project Root anders als seine Genre-Kollegen. Allerdings fühlt sich das Spiel nicht immer richtig an. Das Mangelnde Radar, die Teils einfallslosen Missionsziele und vor allem das in die teilweise künstlich in die Länge gezogenen Level bezeugen dies. Positiv aber, man findet sich nonstop in reiner Action wieder, das Spiel sieht für solch einen kleinen Titel super aus und Baller-Fans werden hier sicherlich auf Ihre kosten kommen.

Ich persönlich hatte aber so meine Probleme das Spiel überhaupt zu spielen, da mir die sich ständig drehende Kamera echt Probleme gemacht hat. Vielleicht werde ich auch für solch ein Gameplay auch einfach zu alt. Trotzdem werde ich das Spiel gelegentlich wieder herauskramen, da es leider, zumindest auf der Xbox One, so gut wie keine Alternative gibt. Zudem erinnert mich das Spiel schon sehr stark an das alte Raptor, welches ich in meiner Kindheit, bzw. frühen Jugend gespielt habe, bis die Sonne aufging.

Kaufempfehlung:

Aktuell dürfen sich Gold-Mitglieder auf der Xbox One über einen reduzierten Preis freuen. Dieser liegt aktuell bei rund 7 Euro und auch nur für kurze Zeit. Alle anderen müssen rund 10€ berappen. Eine klare Kaufempfehlung kann ich aber nicht aussprechen, allerdings Fans des Genres können beruhigt zugreifen.


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